Wie man sie erkennt und was man nicht tun sollte...
Durchfall
bei Kindern
Durchfall ist bei Kindern ein sehr weit verbreitetes Problem. Bei akutem Durchfall wird der Stuhl plötzlich flüssiger und häufiger entleert als sonst (Richtwert: mehr als drei dünne Stühle pro Tag bzw. mindestens zwei Stühle mehr pro Tag als sonst üblich). Am häufigsten wird er durch Infektionen mit Viren oder Bakterien sowie durch Nahrungsmittelunverträglichkeiten verursacht. Bei Durchfall verliert das Kind übermäßig viel Wasser, wertvolle Mineralstoffe und Elektrolyte. Kann der Verlust nicht durch Flüssigkeitsaufnahme ausgeglichen werden, besteht die Gefahr einer Dehydration (Austrocknung).
Säuglinge und Kleinkinder bis 2 Jahre sind am stärksten gefährdet und haben daher auch einen höheren Flüssigkeitsbedarf.
Was können Sie zur linderung von durchfall ihres kindes tun?
- Geben Sie Ihrem Kind ausreichend zu trinken, am besten Kamillentee, abgekühlt auf Zimmertemperatur.
- Um den Elektrolythaushalt auszugleichen, sind fertige Elektrolytmischungen in Apotheken erhältlich (dürfen nur kurzfristig eingesetzt werden).
- Säuglinge, die gestillt werden, sollten weiterhin Muttermilch erhalten oder ihre übliche Flaschennahrung in normaler Dosierung trinken.
- Hat Ihr Kind Appetit, achten Sie auf stärkereiche und fett- bzw. reizstoffarme Ernährung, z.B. Zwieback, Toast, Reis- oder Karottenbrei, Kartoffelpüree, pürierte Banane.
- Geben Sie ihrem Kind keine fettigen, schwer verdaulichen oder blähenden Lebensmittel und Speisen.
Wann ist medizinischer Rat einzuholen?
Wenden Sie sich in folgenden Fällen an eine Hausärztin/einen Hausarzt bzw. eine Kinderärztin/einen Kinderarzt:
- Wenn das Kind jünger als 12 Monate ist.
- Wenn der Durchfall länger als 2 Tage andauert.
- Wenn es zu mehr als 6 bis 8 Durchfall-Episoden pro Tag kommt.
- Wenn das Kind zusätzlich zum Durchfall erbricht.
- Wenn sich das Kind weigert zu trinken.
Wann ist sofort medizinischer Rat einzuholen?
Wenn Ihr Kind eines der folgenden Warnsignale aufweist:
- Anzeichen einer Dehydration (Austrocknung), z. B. vermindertes Urinieren, Teilnahmslosigkeit oder Antriebslosigkeit, tränenloses Weinen, extremer Durst, trockener Mund und Gewichtsverlust
- Hohes Fieber (über 39 Grad)
- Blut im Stuhl
- Schmerzen im Bauch und extremer Druckschmerz bei Berührung
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