Wie können Sie sich und Ihr Kind am besten vor einer Ansteckung schützen?

Viele Infektionskrankheiten werden durch Schmier- oder Tröpfcheninfektion übertragen. Eine Ansteckung kann daher am besten vorgebeugt werden durch:

  • Impfschutz gemäß österreichischem Impfplan
  • Regelmäßiges Händewaschen
  • Abstand halten zu erkrankten Personen 

Was sind häufige Infektionskrankheiten bei Kindern, gegen die aber keine Impfung zur Verfügung steht?

 

Hand-Fuß-Mund Krankheit

  • Diese Viruserkrankung betrifft am häufigsten Kinder unter 10 Jahren.
  • Charakteristisch ist ein Ausschlag bzw. Bläschen an den Handflächen, den Fußsohlen und im Mund.
  • Weitere Symptome können Fieber, Appetitlosigkeit und Halsschmerzen sein.
  • In den meisten Fällen verläuft die Erkrankung jedoch harmlos und heilt innerhalb von 7 bis 10 Tagen von selbst.

 

Dreitagefieber

  • Diese durch humane Herpesviren ausgelöste Krankheit betrifft vor allem Babys und Kleinkinder im Alter von 6 Monaten bis 3 Jahren.
  • Typisch ist das plötzliche Einsetzen von hohem Fieber (über 39 Grad).
  • Symptome wie leichter Schnupfen, entzündeter Rachen, Bauchschmerzen, Erbrechen oder Durchfall können begleitend auftreten.
  • Beim Abklingen des Fiebers nach ca. 3 bis 5 Tagen kann sich ein Hautausschlag ausbreiten. Dieser verschwindet meist wieder bis zum nächsten Tag.
  • In den meisten Fällen verläuft die Infektion harmlos und klingt nach einigen Tagen wieder von selbst ab.

 

Ringelröteln

  • Diese Virusinfektion tritt hauptsächlich bei Kindern zwischen 5 und 15 Jahren auf.
  • Die Krankheit verläuft oft unbemerkt oder wie ein leichter grippaler Infekt mit Fieber, Kopfschmerzen und Unwohlsein.
  • Bei etwa einem Fünftel der Erkrankten tritt ein charakteristischer Hautausschlag auf. Dieser weist schmetterlingsförmige Rötungen auf den Wangen oder ringelförmige rote Hautveränderungen auf Schultern, Oberarmen, Oberschenkeln und Gesäß auf.
  • Nach 7 bis 10 Tagen verblasst dieser Ausschlag in der Regel wieder und die Krankheit heilt von selbst aus.
  • ACHTUNG: Bei Schwangeren kann die Krankheit lebensbedrohlich für das Ungeborene sein!

 

Was können Sie tun, um die Symptome bei Ihrem Kind zu lindern?

  • Ihr Kind sollte sich nicht überanstrengen und möglichst Bettruhe halten.
  • Ihr Kind sollte ausreichend trinken, vor allem Wasser oder ungesüßten Tee (ca. 50-80 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag).
  • Bei Bläschen im Mund helfen kühle Getränke und Joghurt, vermeiden Sie säurehaltige Getränke wie Fruchtsäfte sowie heißes und würziges Essen.
  • Bei rauer und schuppender Haut während der Abheilungsphase von Ausschlägen können kindgerechte Hautpflegeprodukte helfen.
  • Bei starken Halsschmerzen helfen folgende weiterführende Tipps „Halsschmerzen bei Erwachsenen und Kindern“
  • Bei Erbrechen oder Durchfall helfen folgende weiterführende Tipps „Erbrechen bei Kleinkindern“, „Durchfall“
  • Bei hohem Fieber helfen folgende weiterführende Tipps "Fieber bei Kindern"
  • Schmerz- oder fiebersenkende Medikamente können helfen, sollten aber IMMER nur in Absprache mit Ihrem Hausarzt/Ihrer Hausärztin oder Ihrer Kinderärztin/Ihrem Kinderarzt verabreicht werden.

 

Wann ist medizinischer Rat einzuholen?


Wenden Sie sich in folgenden Fällen an eine Hausärztin/einen Hausarzt oder eine Kinderärztin/einen Kinderarzt:

  • Bei Säuglingen in den ersten Lebensmonaten oder bei Kindern mit Grundkrankheiten
  • Wenn sich die Symptome nach einigen Tagen nicht bessern.
  • Wenn Sie schwanger sind und Kontakt mit Infizierten hatten, besonders bei den Ringelröteln.


Wann ist sofort medizinischer Rat einzuholen?

Suchen Sie umgehend medizinische Hilfe auf:

  • Wenn Ihr Kind Nahrung oder Flüssigkeit verweigert.
  • Bei Anzeichen einer Dehydrierung.
  • Wenn Ihr Kind einen Fieberkrampf hat.




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